Problemstellung
Mit der zunehmenden Komplexität industrieller Prozesse wächst der Bedarf an intelligenten, flexiblen und gleichzeitig benutzerfreundlichen Automatisierungslösungen. Bestehende Robotiksysteme stoßen häufig an Grenzen, wenn es darum geht, direkt mit Menschen zu interagieren, da Sicherheit, Performance und Bedienbarkeit im Widerspruch stehen. Gleichzeitig ist der übergreifende, standortunabhängige Wissenstransfer in der Forschung und Lehre bislang stark limitiert.
Lösungsansatz
Im Projekt „Humation Collaboratory.OWL“ wurde ein physisch und digital vernetztes Labor aufgebaut –gemeinsam vom Fraunhofer IOSB-INA und dem CoR-Lab der Universität Bielefeld – mit dem Ziel, neue Konzepte der menschzentrierten Automation zu entwickeln und zu testen.
Zentrale Maßnahmen:
- Aufbau eines dualen Robotersystems mit Franka Emika-Robotern für bimanuale Zusammenarbeit.
- Integration von Sensorik, Aktorik und 3D-Druck zur Nachbildung realistischer Fertigungsszenarien.
- Entwicklung einer offenen, kollaborativen Entwicklungsplattform (mit OPC-UA, MQTT, ROS etc.) zur standortübergreifenden Systemintegration.
- Auswahl und Realisierung eines praxisnahen Use Cases aus der Wärmepumpenmontage zur Evaluation von Mensch-Maschine-Interaktionen.
- Parallel: Wirtschaftliche Analyse der Potenziale menschzentrierter Automation durch Interviews in Unternehmen unterschiedlicher Branchen.