Motivation und Problemstellung
Bei Großbränden, Flutereignissen oder Industrieunfällen ist eine verlässliche Kommunikation für Feuerwehr, Rettungsdienste und weitere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) entscheidend. Gerade in solchen Lagen kommt es jedoch immer wieder zu Ausfällen der Kommunikationsinfrastruktur: Mobilfunkbasisstationen werden beschädigt, Funklöcher verhindern die Versorgung ganzer Einsatzräume, Gebäude mit stark dämpfenden Materialien (Beton, Keller, Industriehallen) schirmen Funksignale ab.
Der heute genutzte BOS-Digitalfunk nach TETRA-Standard bietet robuste Sprachkommunikation, stößt aber bei wachsenden Anforderungen – etwa der Übertragung von Video, Sensordaten und Lagebildern in Echtzeit – an technische Grenzen. Gleichzeitig wird die Abschaltung des TETRA-Netzes in Erwägung gezogen, während breitbandige 4G/5G‑Netze gerade in Katastrophenszenarien oft nicht oder nur eingeschränkt verfügbar sind.
ANKOMMEN setzt genau hier an: Das Verbundprojekt entwickelt eine Notfallkommunikationslösung, die auch dort zuverlässig funktioniert, wo klassische Netze ausfallen – und die zugleich die Ergänzung von TETRA hin zu 5G‑basierten Mission Critical Services (MCX) vorbereitet.
Institutsteil für industrielle Automation INA