OWL überzeugt im Smart-City-Ranking 2026
Das aktuelle Haselhorst Smart-City-Ranking 2026 sieht die Innovationsregion Ostwestfalen-Lippe (OWL) bei der urbanen Transformation stark aufgestellt. Das regionale Spitzen-Trio positioniert sich mit sehr guten Platzierungen in den jeweiligen Größenklassen im bundesweiten Vergleich.
(München/Lemgo) Ostwestfalen-Lippe behauptet sich als starke Region bei der digitalen und nachhaltigen Stadtentwicklung. Im heute veröffentlichten Haselhorst Smart-City-Ranking 2026, das auf einer breiten Basis von 33.000 jährlichen Datensätzen insgesamt 418 deutsche Städte untersucht hat, positioniert sich das regionale Spitzen-Trio weit über dem Bundesdurchschnitt von 33,2 Prozent.
Paderborn führt das regionale Feld mit einem Entwicklungsgrad von 44,4 Prozent an (Platz 30 im Gesamtranking). Nur hauchdünn dahinter folgen die Alte Hansestadt Lemgo mit 43,2...Prozent (Platz 40) und Gütersloh mit 42,7...Prozent (Platz 46). Mit diesen Werten springen alle drei Kommunen über die wichtige Hürde von 37,5 Prozent. Obwohl die Studienautoren in diesem Jahr bewusst auf eine aktiv kommunizierte Gesamtrangliste verzichten, um die Sichtbarkeit von Fortschritten (für 62 % der Kommunen der größte Mehrwert eines Rankings) in den Fokus zu rücken, machen die Daten den regionalen Erfolg klar messbar.
Drei Städte, drei Spitzenplätze in den Größenklassen
Dass Paderborn die Nase vorn hat, verdankt die Stadt einem kontinuierlichen Zuwachs von 5,4 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Wissenschaft, Wirtschaft und kommunale Akteure greifen hier gut ineinander, wodurch Paderborn insbesondere in der Kategorie „Kleine Großstadt“ einen starken 14. Platz belegt.
Lemgo wiederum glänzt beim direkten Blick auf die eigene Größenklasse: In der Kategorie „Kleine Mittelstadt“ sichert sich die Stadt einen hervorragenden 5. Platz bundesweit. Hier zahlt sich die enge Verzahnung von Forschung und Praxis aus.
Gütersloh komplettiert die regionale Spitze mit einem starken 10. Platz in der Kategorie „Große Mittelstadt“ und beweist, dass eine Smart City vor allem durch die Digitalisierung von Verwaltung und Dienstleistungen im städtischen Alltag spürbar wird.
Fokus auf Energie, Daten und Kooperation
Das Ranking und begleitende Kommunalbefragungen machen deutlich, vor welchen Mammutaufgaben die Städte stehen. Gefragt nach den drängendsten Handlungsfeldern der nächsten Jahre, nennen 72 Prozent der Kommunen den Bereich Energie & Umwelt, dicht gefolgt von der Mobilität (60 %). Der Markt entwickelt sich dabei rasant weg von isolierten Einzelprojekten hin zu integrierten Programmen.
„Die Ergebnisse des Rankings spiegeln die Trends wider, die wir auch in unserer täglichen Forschungsarbeit sehen“, erklärt Professor Dr. Jürgen Jasperneite, Leiter des Fraunhofer IOSB-INA in Lemgo. „Die nächste Entwicklungsstufe der Smart City wird maßgeblich von den Themen Daten und KI geprägt – ein Trend, den 70 Prozent der Kommunen als stärksten Treiber der Transformation identifizieren. Der Erfolg in OWL zeigt deutlich, dass der Wechsel von kommunalen Silos hin zu echten, technologieübergreifenden Kooperationen der entscheidende Faktor für eine nachhaltige Transformation ist.“
Institutsteil für industrielle Automation INA